Mein erstes Mal mit DictaPlus (Teil 2)

veröffentlicht in Legal Tech

 

Wie in Teil 1 meines Beitrags bereits mit Nachdruck dargestellt, machte für mich eine juristische Diktiersoftware lange Zeit keinen Sinn. Sie war nicht nötig, ich war nicht auf sie angewiesen und ich wollte sie auch nicht. Wofür auch?

 

 

Dennoch: Ich will es wissen!

 

Schon vor einiger Zeit habe ich mich dem Grundsatz verschrieben, dass ich grundsätzlich keineswegs und nirgendwo auf der Stelle treten möchte. Ich möchte vielmehr Veränderungen und Verbesserungen – welchen Bereich auch immer sie betreffen mögen –  stets offen gegenüber sein. Gut, vielleicht erkannte ich auch tief in meinem Inneren einfach nur, dass ich mich längst vom juvenilen Berufsanfänger zum anwaltlichen Überzeugungstäter gemausert hatte, zu dessen Berufsalltag eben auch das regelmäßige Diktat gehört. WENN schon, dann sollte es doch zumindest so richtig digital gehen. Ich beschloss also, dem Ganzen eine Chance zu geben. Mehr noch: ich wollte am eigenen Leib erfahren, was das mit dem Diktieren denn wirklich auf sich hat und vielleicht, aber nur vielleicht würde ich doch noch eines Besseren belehrt. Ich wollte also DictaPlus auf Herz und Nieren prüfen. Kaum war der Entschluss gefasst, war die Neugierde kaum noch zurückzuhalten und die DictaPlus App bereits auf meinem Handy.

 

 

DictaPlus ist Volljuristin!

 

Die erste freudige Erkenntnis: Komplizierte juristische Begriffe fanden sich plötzlich und unerwartet völlig fehlerfrei im Text wieder. Das gelang mir größtenteils noch nicht einmal, wenn ich den Text selbst tippte. Und nun durch mein gesprochenes Wort? Ich war begeistert. Eine funktionierende Sprachtechnologie ersparte mir auf diesem Wege tatsächlich eine ganze Menge Zeit. Leider nahm ich mir zwar nie die Zeit, die tatsächliche Effizienzsteigerung auch zu messen, gefühlt aber verdoppelte ich meine Arbeitsgeschwindigkeit mitunter dank meines neuen digitalen Helferleins. Ich war – im wahrsten Sinne des Wortes – angefixt.

 

 

Liebe auf den zweiten Blick

 

Fortan intensivierten wir beide, DictaPlus und ich, unsere noch junge Zusammenarbeit. Zwar war mir meine Unabhängigkeit auch weiterhin wichtig, weswegen ich kurze Texte wie Emails weiterhin selbst und per Hand tippte. Sobald jedoch Schreiben mit mehreren Seiten oder umfangreiche Schriftsätze auf dem Programm standen, kam ich schon bald ohne DictaPlus nicht mehr aus. Es gab keinerlei Grund mehr, anstehende Fristen bis zum letzten Tag auszukosten, da einem die neue digitale Unterstützung die Arbeit wirklich schmackhaft machte. So effizient und schnell konnte man förmlich Aktenberge bewegen.

 

 

Steter Tropfen höhlt den Stein

 

Dabei beobachtete ich, wie die Fehlerquote immer geringer wurde. Durch die beständige händische Korrektur und die Ergänzung des Wörterbuchs kann ich mittlerweile Texte mit einem Richtigkeitsgrad von 95 bis 98 % auf meinen Bildschirm zaubern. Sogar 100% kommen regelmäßig vor.

 

Lange Zeit habe ich insgeheim Kollegen belächelt, die E-Mails ausgedruckt von der Sekretärin vorgelegt bekommen, eine Antwort diktierten, und diese Antwort von der Sekretärin erneut abtippen und versenden ließen. E-Mails ausdrucken? Dies allein war schon so entgegen jeglichen digitalen Gedankens und dann noch die Antwort diktieren. What? So was von gestern!

 

Doch ich gestehe: auch ich diktiere mittlerweile lange E-Mails mit DictaPlus. Aber immerhin: Ich drucke sie nicht aus. Und tatsächlich: Eine Antwort diktieren geht um ein Vielfaches schneller, als sie selbst zu tippen, wenn man sich einfach nur traut, seine Gedanken laut auszusprechen. Fühlt sich zwar an wie ein Selbstgespräch ist aber nur viel besser, da man sich einen kompletten Arbeitsschritt spart.

 

 

Das Beste kommt zum Schluss

 

Das Beste ist: ich muss für die Korrektur meines Diktates keine Stunden oder gar Tage warten. Es ist schlichtweg irrelevant, ob das Sekretariat abends nicht mehr oder frühmorgens noch nicht besetzt ist, die Assistenz erkrankt oder auf Fortbildung ist. Ich kann unmittelbar nach Fertigstellung des Diktats in die Korrekturphase eintreten. Dazu höre ich mir das Diktat noch einmal an und korrigiere parallel, was DictaPlus noch nicht ganz verstanden hat und bringe dabei den Schriftsatz in die beste Form, die er haben kann. Und weil DictaPlus auch ein guter Zuhörer ist, lernt es kontinuierlich dazu. Ein verlässlicher neuer Mitarbeiter, diese Diktiersoftware, das muss man schon sagen.

 

 

Was soll das Sekretariat dann noch tun?

 

Ohne Sekretariat könnten viele Kolleginnen und Kollegen nicht überleben. Es hält Fristen im Auge, koordiniert Termine, und hat den Überblick über die aktuelle Aktenlage. Dank digitaler Diktiersoftware könnte die doch eher eintönige Schreibarbeit im Sekretariat, in der die Damen und Herren fast wie in Akkord Tonbänder abhören und abtippen mussten, Vergangenheit angehören. Und das ist gut so! Denn: Ich weiß nun aus erster Hand, dass DictaPlus all dies einwandfrei übernehmen kann.

 

Müssen Sekretariate in Deutschland also Angst vor juristischer Spracherkennungssoftware haben? Oh nein! Sie können sich auf die Zukunft freuen. Denn endlich haben Sie mehr Zeit, Tätigkeiten zu übernehmen, bei denen sie auch wirklich unersetzbar sind und die den Kanzleialltag und die Mandantenbetreuung weit nach vorne bringen können.

 

Mein Fazit nach mittlerweile über einem Jahr DictaPlus: Ich kann nicht mehr ohne. Und ich will es auch gar nicht mehr. Nicht gesucht und doch gefunden – eine Liebe, die hoffentlich bleibt!

 

 

 

Unser Autor, Dr. Dominik Herzog, SYLVENSTEIN Rechtsanwälte

Unser Autor, Dr. Dominik Herzog,
SYLVENSTEIN Rechtsanwälte

 

 

Mein erstes Mal mit DictaPlus (Teil 1)

veröffentlicht in Legal Tech

 

Wozu soll ich bitte eine professionelle juristische Diktier- oder Spracherkennungssoftware benötigen? Seit der 7. Klasse kann ich – nahezu fehlerfrei – mit dem Zehn-Finger-System auf jeder Tastatur, die sich mir entgegenstellt, tippen. Die Geschwindigkeit dabei ist deutlich höher als das bei Anwälten weit verbreitete Drei-Finger-Blindflug-Modell, bestehend aus zwei Zeigefingern und einem Daumen. Ich habe im Studium meine Hausarbeiten nicht diktiert, sondern getippt. Und auch in meinem ersten „richtigen“ Job als Volljurist war an Diktieren nicht zu denken. Diesen hatte ich in der Rechtsabteilung eines großen Konzerns. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass etwa in der Rechtsabteilung, einer der definitiv eher konservativeren Abteilungen im Hause, diktiert wird. Aber: Fehlanzeige. Von den etwa 60 Mitarbeitern der Rechtsabteilung tat dies keiner, stattdessen tippte jeder seine Texte, Emails, Verträge und sonstige Schreiben selbst. So also auch ich.

 

 

Diktieren ist „old school“?!

 

Diktieren betrachtete ich, als Mitglied der Generation Y, auch eher als ein verstaubtes Relikt der Generation meiner Eltern. Ja, Diktieren ist „old school“. Mein Vater diktierte, er ist mittlerweile über 65 und damit definitiv und nachweislich kein Millenial. Sonntagnachmittags säuselte er in Formel-1-Tempo – ohne Rücksicht auf Vokale und Konsonanten – seine Arztbriefe im häuslichen Arbeitszimmer in sein analoges Diktiergerät. Die Sekretärin tippte diese dann zu Beginn der nächsten Woche in den Computer und druckte sie aus, bevor sie zum Briefkasten gebracht und verschickt wurden.

 

 

Für Notfälle gibt es ja Siri!

 

Seit jedermann den Laptop in Form eines Smartphones in der Hosentasche hat, macht eine professionelle Diktiersoftware noch viel weniger Sinn. Denn das kann ja nun jeder mit seinem Handy! Siri und all die anderen eingebauten Spracherkennungsmodule ermöglichen uns das, was früher nur dem Diktiergerät vorbehalten war. Das Handy – das längst allgegenwärtige, universal einsetzbare Diktiergerät in der Hosentasche. Und schaut man sich um, wird es bestätigt: Man sieht immer mehr Mensch, diversen Alters und Couleur, die durch die Gegend laufen und ihr Smartphone wie eine Scheibe Brot vor Ihrem Mund halten. Unglaublich aber wahr: Sie erstellen Sprachnachrichten. Egal, wie es als Außenstehender auch aussehen mag, das Bewusstsein, dass Sprechen schneller als selber Tippen ist, ist tatsächlich wieder da – und nicht nur bei denen, die damit Geld verdienen.

 

Auch ich nutze Siri, teilweise sogar täglich. Wenn ich gerade keinen Computer und keine Tastatur zur Stelle habe (selbstverständlich kommt so etwas niemals beim Autofahren vor), wurde eifrig ins iPhone diktiert. Siri versteht mich, zumindest weitestgehend (fehlerhafte Groß- und Kleinschreibung sind bei schnellen informellen Emails auch nicht das Problem). Gut, dass im privaten Kreis – auch unter Juristen – Tippfehler durchaus gebilligt werden. Denn fehlerfrei arbeitet Siri selten. Soll die E-Mail ohne Tippfehler und Fantasieworten ins Orbit gehen, muss (zeit)aufwändig nachgebessert werden. Meist dauert die Korrektur der Fehler einmal länger, als wenn man gleich den ganzen Text abgetippt hätte. Und vom Diktieren in einer Fremdsprache will ich gar nicht sprechen – hier kommen (jedenfalls bei mir) regelmäßig Texte heraus, die so dadaistisch klingen, dass sie irreparabel sind.

 

 

Warum nicht mal probieren?

 

Auch wenn ich dafür sicherlich keine Verwendung haben würde, sah ich keinen Grund, mich dem Angebot einer Testnutzung für DictaPlus zu versperren. Eine gute Bekannte, die bei dem Hersteller in der Softwareabteilung arbeitet, fragte mich, ob ich mich bereit erklären würde, die Spracherkennungssoftware DictaPlus über ein paar Wochen zu testen. (Warum sie mir das anbot, ist mir bis heute schleierhaft – aber insgeheim glaube ich, sie konnte es kaum fassen, dass der moderne Anwalt tatsächlich ohne juristische Spracherkennung auskommt…) Für den Test durfte ich das System kostenfrei nutzen. Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und ein derart verlockendes Angebot annehmen, um etwas Neues kennenzulernen. Natürlich habe ich behauptet, dass mich sowas kein bisschen mehr nach vorne bringt, aber insgeheim war ich dann doch neugierig. So oder so ähnlich war mein Beginn mit DictaPlus.

 

Warum also nicht?

 

 

Ergonomie: top!

 

Mein erster Eindruck: Das Diktiergerät liegt deutlich besser in der Hand als mein Smartphone, mit dem ich bisher, wie ausgeführt, mehr schlecht als recht diktiert habe. Bei diesem weiß ich nämlich nie so genau, ob ich in die Scheibe sprechen soll, oder doch lieber erst Kopfhörer einstecken soll. (…Adapter zur Hand?)

 

Ich diktierte also fröhlich und das erste Mal in ein (digitales!) Diktiergerät vor mich hin, die ersten (sinnfreien) Testsätze gingen leicht von den Lippen. Der erste Eindruck: Auch eine professionelle Diktiersoftware für Juristen wie DictaPlus kann nicht zaubern. Leider. Der (zugegeben sinnfreie) Satz hatte mit „fehlerfrei“ so ziemlich gar nichts zu tun. Ich beschwerte mich bei meiner Bekannten und bereute es fast, dass ich mich für den Test breitschlagen ließ. Meine Freundin beruhigte mich; ich müsse dem System Zeit geben, da es mit der Zeit lernt und immer besser wird. Leider bin ich sehr ungeduldig. Ich hoffe also, dass sich das System für mich beeilt.

 

 

Wie teurer Wein: Mit der Zeit immer besser

 

Ich machte einen Tag Pause – und diktierte weiter. Aus Fantasiesätzen wurden die ersten Test-Sätze aus meiner täglichen anwaltlichen Arbeit. Siehe da: Plötzlich wurde ich doch hellhörig!

 

Warum sind auf einmal Paragrafenangaben, Absätze, Gesetzesnamen und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen fehlerfrei im Text? So etwas hatte ich mit Siri und meinem Smartphone nie erlebt, sondern mich schon daran gewöhnt, diese Probleme schlicht zu akzeptieren.

 

Moment – macht juristische Spracherkennungssoftware etwa doch Sinn? Gibt es etwa doch einen kleinen, feinen Unterschied zur herkömmlichen Smartphone-Sprachtechnologie?

 

 

Im Nächsten Teil: DictaPlus und ich auf Tuchfühlung – oder: Der Appetit kommt beim Essen.

 

 

 

Unser Autor, Dr. Dominik Herzog, SYLVENSTEIN Rechtsanwälte

Unser Autor, Dr. Dominik Herzog,
SYLVENSTEIN Rechtsanwälte

 

 

Anwaltszukunftskongress 2017 – Legal Tech hat seinen Exotenstatus verloren.

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AZK 2017 | Foto von Tobias Vollmer, fotojetzt.de

René Dreske (Geschäftsführer Hans Soldan GmbH) und Ralph Vonderstein (Geschäftsführer Wolters Kluwer Deutschland GmbH) | Foto von Tobias Vollmer, fotojetzt.de

 

 

2. Anwaltszukunftskongress beschäftigt sich mit Anwendungen im Kanzleialltag.
Legal Tech sorgt dafür, dass Rechtsdienstleistungen besser, effizienter und kostengünstiger angeboten werden. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sehen in den neuen technologischen Entwicklungen zunehmend eine Chance und weniger eine Bedrohung. Das gilt auf jeden Fall für die rund 350 Teilnehmer des 2. Anwaltszukunftskongresses, der am 8. und 9. September in Düsseldorf stattfand.

 
Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, bereits konkrete Projekte zur Digitalisierung in ihrer Kanzlei oder Rechtsabteilung ihres Unternehmens umgesetzt zu haben. Weitere 22 Prozent beschäftigen sich gerade damit, ergab eine Umfrage auf dem Kongress. Die beiden Veranstalter, der Kanzleispezialist Soldan und der Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland, bestätigen diesen Trend.
„Legal Tech hat inzwischen den Exoten-Status verloren. Immer schneller kommen neue Anwendungen auf den Markt“, sagten Soldan-Geschäftsführer René Dreske und Ralph Vonderstein, Geschäftsführer bei Wolters Kluwer Deutschland. Deshalb stellten sie auf dem diesjährigen Kongress vor allem die praktische Anwendung neuer Technologien in den Vordergrund, nachdem der erste Kongress 2016 in Köln sich eher mit den allgemeinen Digitalisierungstrends auf dem Rechtsberatungsmarkt beschäftigt hatte.

 
Mehrere Referenten schilderten, wie sie in ihrem Kanzleialltag bereits Legal Tech-Lösungen einsetzen, etwa Chatbots oder lernende, intelligente Softwareprogramme. Dabei geht es vor allem darum, immer wiederkehrende Standardfälle mit hoher Effizienz abzuarbeiten und zugleich den veränderten Erwartungen der Mandanten zu entsprechen: In Zeiten von Amazon und Co wollen sie auf den Rechtsrat nicht lange warten. „Wenn sie als Kunde gewohnt sind, dass alles schnell geht, erwarten sie das auch von ihrem Anwalt“, sagte Prof. Dr. Björn Bloching von der Strategieberatung Roland Berger und Buchautor („Data Unser“). Preiswert soll der Rechtsrat nach den Vorstellungen der Verbraucher ebenfalls sein. Die Digitale Revolution verändert die Geschäftsmodelle waren sich die Referenten einig. Das betrifft auch die Anwaltshonorare. „Fixhonorare werden künftig die Regel sein“, prophezeite Prof. Dr. Leo Staub von der Hochschule St. Gallen in der Schweiz.

 
Aber nicht nur in den Vorträgen, sondern auch in der Ausstellung konnten sich die Teilnehmer informieren, wie die Zukunft in der Kanzlei aussieht. Verschiedene Legal Tech Start-ups präsentierten Lösungen, beispielsweise zur automatisierten Vertragsanalyse oder zur Vermittlung von Anwälten und Rechtsrat. Besonders interessant sind für die Anwaltschaft derzeit innovative Cloudlösungen für Kanzleimanagement. „Wir stehen erst am Anfang einer rasanten Entwicklung“, sind die beiden Veranstalter Dreske und Vonderstein überzeugt.

 

 

Pressekontakte
Annika Wolf, Hans Soldan GmbH, Tel. +49 (0)201 8612-104, E-Mail: presse@soldan.de
Frederick Assmuth, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Tel. +49 (0)221 94373-7634, E-Mail: presseinfo@wolterskluwer.com

Herzlich Willkommen auf dem Anwaltszukunftskongress!

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Anwaltszukunftskongress

Die digitale Revolution hat auch im Markt der Rechtsberatung Einzug erhalten.

Intelligente Technologien wie Software und Online-Dienste bieten neue Möglichkeiten und Chancen, wie Sie Ihr Kanzleimanagement effizienter gestalten können. Unsere Spracherkennungssoftware DictaPlus verschafft Ihnen zum Beispiel einen Wettbewerbsvorteil, indem vor allem Arbeitsprozesse optimiert werden und hierdurch mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft bleibt. Smarte Lösungen wie diese sind treibender Faktor der Entwicklung und, wir meinen, unverzichtbar um sich im Wettbewerb durchzusetzen.

 

Wie kann man aber Innovationskultur schaffen und Veränderungen selbst gestalten? Wie stellen sich andere Mitspieler auf die Digitalisierung im Rechtsmarkt ein? Kann „Legal Tech“ meinem Job gefährlich werden? Gerade die disruptiven Technologien bereiten dem ein oder anderen Juristen „Kopfschmerzen“, denn „Legal Tech“ entwickelt schon heute Lösungen, die standardisierbare Rechtsdienstleistungen auf technologischer Basis vollkommen automatisiert anbieten- und damit teilweise im Wettbewerb zu den klassischen Geschäftsmodellen etablierter Kanzleien stehen. Zugegeben, der Gedanke an einen Computer, der automatisch Prozesse und Abläufe gestaltet, Dokumente und Verträge erstellt und auch die Rechtsberatung übernimmt klingt bedrohlich – umso wichtiger also, dass Sie einen kühlen Kopf bewahren und klar zwischen Realität, Chance und Hype unterscheiden können.

 

Bereits zum zweiten Mal führen Wolters Kluwer Deutschland und Hans Soldan in enger Kooperation den Anwaltszukunftskongress durch. Nachdem wir seitens der Teilnehmer in 2016 großen Zuspruch und eine sehr positive Resonanz erlebt hatten, haben wir uns entschlossen, die Veranstaltung in diesem Jahr fortzusetzen. Während wir letztes Jahr noch allgemeine Fragen zum Thema „Legal Tech“ beantwortet haben, wollen wir uns dieses Jahr damit beschäftigen, wie Digitalisierung konkret bei Ihnen umzusetzen ist.  Zukunftsrelevante Strategiethemen und praxisorientierte Konzepte wie Kanzleien und Unternehmen mit den verändernden Marktbedingungen umgehen können, bestimmen die diesjährige Agenda des Anwaltszukunftskongresses.
Unter dem Titel „Rechtsberatung 4.0 – Die Kanzlei im digitalen Zeitalter“ laden wir Sie am 08.-09. September herzlich in das InterContinetal Hotel Düsseldorf ein. In den Vorträgen der renommierten Referenten können Sie sich ein umfangreiches Bild über kommende Entwicklungen im Rechtsmarkt machen und in den ausreichend angesetzten Pausen neue Kontakte knüpfen.

Weitere Informationen und die Agenda mit allen Rednern finden Sie hier.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Wann wird Spracherkennung auch endlich von Juristen genutzt?

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spracherkennung

Spracherkennung ist wortwörtlich in aller Munde und längst kein Hexenwerk mehr. Im privaten Umfeld nutzen wir sie schon längst: mit Siri per Stimme einen Anruf starten oder mit Alexa schon heute bestellen, was morgen im Kühlschrank sein soll. Man sollte meinen, das Potenzial von Spracherkennung sei längst im professionellen Sektor erkannt und umgesetzt. Tatsache ist jedoch, dass gerade diejenigen, die von Spracherkennung am meisten profitieren sollten, die darin enthaltene Produktivitätssteigerung nur zögerlich entdecken. Im juristischen Umfeld haben es technische Neuerungen besonders schwer. Doch die sogenannte vierte industrielle Revolution ist nicht aufzuhalten.

 

Digitale Diktiertechnologie einzusetzen steht für weit mehr, als das alte kassettenbetriebene Diktafon gegen ein schickes modernes Diktiermikrofon auszutauschen: Vereinfachte Handhabung von Einfügungen im Diktat, leichtere Integration in kanzleiinterne Arbeitsabläufe und der gleichzeitigen Bearbeitung mehrerer Diktate im Schreibbüro – alles ohne Risiken und Nebenwirkungen. Spätestens nach dem x-ten Bandsalat erkennt auch der letzte, dem technischen Wandel kritisch gegenüberstehende Anwalt, die Vorzüge der digitalen Transformation.

 

Die Erwartungshaltung der Mandantschaft wird dabei immer höher: Anfragen per E-Mail sollen just-in-time beantwortet werden und wichtige Dokumente am besten schon vorgestern vorliegen. Naturgemäß bringt ein Jurist viel zu Papier, verteilt dies an Gerichte und Mandanten, Gegner und Kollegen- schnelle Reaktionszeiten sichern hier oft den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Es ist offensichtlich, dass das reine Editieren von einem gut spracherkannten Text längst nicht so zeitintensiv ist, wie die komplette Transkription. So verschafft die Spracherkennung einen Zeitvorteil im Sinne des schnelleren Versands des fertigen Dokuments.
Vom gesprochenen Wort zum Text in Echtzeit, passgenau in das richtige Zieldokument, ohne wildes hin und her klicken mit dem Cursor, E-Mails diktieren und versenden oder von unterwegs Memos ins Sekretariat schicken- das ist so einfach und gut wie nie zuvor.
Um die größtmögliche Produktivität erreichen zu können, muss die Anwaltschaft das Gelernte und Vertraute der analogen Welt ablegen und sich auch gedanklich auf die digitalisierten Arbeitsprozesse einlassen. In Zukunft wird der Beruf des Juristen also zunehmend Projektmanager und Spezialisten erfordern, die mit Legal Technology arbeiten können. Willkommen im Anwaltsbüro 4.0!